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Eine Legende besagt….

… dass Ajone, ein junger Edelmann aus Volterra, …..

Ach so, diese Legende rankt sich um eines unserer Selbstversorgerhäuser in der Toskana. Recherchiert hat für Euch Simona.

… eines Tages diese Gegend durchquerte, welche zu der Zeit dicht bewaldet war. In der Tiefe des Waldes traf er auf ein kleines Anwesen, bewohnt von Ine, einer jungen Frau, die das Schicksal ihrer schönen Tochter Figline beweinte, welche von Gambasso-Bewohnern entführt worden war.
Der junge Ajone beschloss, Figline zu retten und brach auf, um den Krieg gegen Gambasso zu wagen. Diesen gewonnen, heiratete er Figline und gründete den Ort Monte Ajone. Zur selben Zeit erbaute er die Burg Figline (heute Villa da Filicaja, unterhalb dieses Hauses) außerhalb des Dorfes als Heim für sich und seine junge Frau.

Viele Jahre später sahen sich die Nachkommen von Ajone und Figline einer feindlichen Armee gegenüber, die nach Monaten der Belagerung erfolgreich die Verteidigung durchbrach und die Burg zerstörte. Es wird erzählt, dass alle Nachkommen der Ajone in der Schlacht getötet wurden, oder entkamen und Mönche wurden.
Nach dieser Niederlage verloren die Anführer den Glauben, die Einwohner flohen um die rauchenden Ruinen der Burg, ergaben sich dem Götzendienst und beschlossen, die schönste Jungfrau des Dorfes den Göttern zu opfern, um Frieden und Reichtum wieder zu erlangen. Ihr Name war Filli.
Aber ein mutiger junger Ritter aus Florenz kam vorüber. Entsetzt bei dem Gedanken an ein Menschenopfer und entzückt von der Schönheit der Jungfrau bekämpfte er die Einwohner und zwang sie, das Mädchen zu befreien und ein kalb an ihrer Stelle zu opfern. Dies erklärt, warum er den Namen „Herr des Kalbes“ – „della Vitella“ annahm.
Als ein Zeichen ihrer Dankbarkeit übergab das Mädchen ihrem Retter den zerrissenen roten Umhang, den es während der Qualen getragen hatte, welchen er stolz als sein Banner nutzte. Filli und der „Herr des Kalbes“ heirateten und lebten nach der Wiederherstellung der Burg von Figline viele Jahre dort.
Er war so verliebt in Filli, dass er sie „Filli mia bella“ (meine schöne Filli), „Filli cara“ (liebe Filli) nannte, so dass am Ende sowohl er, als auch der Platz, an dem sie lebten, als „Fillicara“ benannt wurde. Ihre Nachkommen wurden bekannt als Fillicara oder Filicaja.

1623 schrieb Michelangelo Buonarrotti der Jüngere (Neffe seines bekannten „Namensvetters“) eine Novelle mit dem Titel „L’Ajone“, in der er die Geschichte von Ajone und Figline, Gambasso und Varna, Filli und dem „Herrn des Kalbes“ nacherzählt.
Zuletzt, als Zeichen seiner Dankbarkeit, schreibt Buonarrotti, dass im Palast der da Filicaja bei Montaione im Luxus geschwelgt wird, alles, nur nichts Übles, gegessen wird und fassweise guter Wein getrunken wird.

Übrigens: das Filicaja-Wappen findet ihr ins Mauerwerk gearbeitet neben der oberen Hauseingangstüre!

Infos zu unserer Casa Figline findet Ihr hier: für Klassenfahrten oder Ferienfreizeiten von festen Gruppen

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1 Kommentar

  1. Jürgen sagt:

    tolle Story, Simona, Kompliment. Die kannte ich noch gar nicht. – So sieht man die “alte Casa Figline” wieder mit anderen Augen ;-)

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